Dorfabend 2017

"Wir wollen alles machen, was Spaß macht"

Die Landjugend Elsenztal feierte ihr 50. Jubiläum – Großen Dorfabend in der Sport – und Kulturhalle

Von Jutta Trilsbach

Mauer. Die Landjugend (Laju) Elsenztal hat eine reiche Ernte eingefahren: den frenetischen Beifall von rund 420 Besuchern beim traditionellen Dorfabend. Mit ihrem Jubiläums-Programm begeisterte die Laju am Samstag vier Stunden ihr Publikum. Das Theaterstück und das Musical „Mamma mia“ bildeten den Höhepunkt der Vorführungen. Von den Kindern bis zu den Senioren zeigten alle ihre Talente. Fleißige Helferteams sorgten für köstliche Speisen und eine schnelle Bewirtung. Bis in die frühen Morgenstunden tummelten sich die Gäste im „Kuhstall“ oder auf dem Tanzboden.

„Wir wollen alles machen, was Spaß macht“, begründeten die Vereinsvorsitzenden Markus Kramer und Katja Blanz in ihrer Begrüßungsrede das Erfolgsrezept der Laju (s. Hintergrund-Kasten). Einmal dabei, stelle sich schnell das ultimative Landjugend-Gefühl ein, betonten sie und versprachen: „Es wird die Landjugend auch weiterhin geben.“

Als hoch betagte „Nummernansager“ frotzelten der Karl (Mathias Maier) und der Heiner (Daniel Knapp) mit spitzer Mauermer und Meckser Zunge. Turbulentes Theater herrschte in der Praxis von Dokter Müller-Maier-Wasserfall (Gerd Kraus), der sich an seinem gesunden Dauerpatienten finanziell gesundgestoßen hatte. In die Rolle des Hypochonders Peter Ochsenknecht schlüpfte Kevin Peter, der „schwerst erkrankt“ von seiner resoluten Ehefrau Doris (Catharina Maier) umsorgt wurde. Heike Kramer spielte die in Erinnerungen an alte Lanjugend-Zeiten schwelgende Wilma Feuerstein und wunderte sich nur: „Frieher hätt`s des net gewwe!“ Immer wieder tauchte die verwirrte Kaiserin Sisi in der Praxis auf, prätentiös gespielt von Daniela Maier. Im historischen Kleid nervte sie nicht nur Arthelferin Martina (Marina heiß) und die Putzfrau (Nicole Sommer), sondern auch den Postboten Ben (Marc Fromm) sowie Hermann (Mathias Maier), der seinem Freund Peter in schlimmen Stunden beistand. Im Souffleurkasten saß Joachim Zuber.

Die Volkstanzgruppe zeigte schönes Brauchtum mit einem Reigen, den man schon vor Jahrzehnten traditionell bei der Landjugend tanzte. Dann hieß es „Bühne frei“ für die niedlichen Kinder, die mit ihrem Regenschirm-Tanz aus dem Musical „Mary Poppins“ bezauberten. Der Saal kochte, als muskelgestählte Männer mit ihrer schweißtreibenden Aerobic-Nummer Frauenherzen höher schlagen ließen.

Dann der Höhepunkt: das Abba-Musical „Mamma mia“. Die Stimmung war auf dem Siedepunkt! Spätestens jetzt waren alle vom sagenhaften „ Laju-Gefühl“ ergriffen. In kessen Glitzer-Kostümen wurden die größten Abba-Hits in deutscher Sprache präsentiert – eine bejubelte Darbietung der Tanzgruppe um Catharina Maier, Jana Zuber und Brigitte Zuber.

Den Spaß wollten natürlich auch die Bürgermeister Maik Brandt von Meckesheim, Holger Karl von Bammental und Sinsheims Oberbürgermeister Jörg Albrecht sowie Ehrenbürger Erich Mick nicht versäumen. Als Gast war Melanie Läpple vom Landesvorstand der Landjugend im Landesverband Württemberg-Baden gekommen. In seinem Jubiläumsgrußwort zeigte sich der Mauermer Bürgermeister John Ehret stolz auf die Werte der Landjugend. Die Zahl der Mitglieder und Aktionen habe bewiesen, dass man gemeinsam Berge versetzen könne. Ehret bedankte sich für diese Engagement und überrechte einen Scheck mit dem Wunsch auf weitere 50 Jahre auf Erfolgskurs. Auch von Peter Waldi kamen Grußworte im Namen der Vereine und ein Geldgeschenk.

 

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